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Schwierigkeiten infolge des Coronavirus

23 Dezember 2021

Die Selbständigen, die infolge des Coronavirus mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, können verschiedene Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Informieren Sie sich über die neuesten Maßnahmen im Sozialstatut der Selbständigen bezüglich des Coronavirus, und dies über die offiziellen Kanäle: konsultieren Sie unsere Website oder wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.


Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang 

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. März 2021 als Folge der COVID-19-Krise mit einem starken Rückgang Ihres Umsatzes konfrontiert sind, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang, unabhängig vom Sektor, in dem Sie tätig sind.

In welcher Situation?

Sie haben Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsgeld bei Umsatzrückgang, wenn Sie im Kalendermonat, der dem Kalendermonat, für den Sie die Leistung beantragen, vorausgeht, einen Umsatzrückgang gegenüber demselben Kalendermonat des Bezugsjahres 2019 nachweisen können. Sie müssen den Zusammenhang zwischen dem Umsatzverlust und der COVID-19-Krise deutlich machen.

  • Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2021: der Umsatzrückgang muss mindestens 40 % betragen.
  • Im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. November 2021: der Umsatzrückgang muss mindestens 65 % betragen.
  • Im Zeitraum vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. März 2022: der Umsatzrückgang muss mindestens 40 % betragen.

Zum Beispiel : Wenn Sie für den Monat Februar 2021 einen Antrag einreichen, muss der Umsatz im Januar 2021 im Vergleich zum Monat Januar 2019 um mindestens 40 % gesunken sein. Wenn Sie für den Monat Oktober 2021 einen Antrag einreichen, muss der Umsatz im September 2021 im Vergleich zum Monat September 2019 um mindestens 65 % gesunken sein. Wenn Sie für den Monat Dezember 2021 einen Antrag einreichen, muss der Umsatz im November 2021 im Vergleich zum Monat November 2019 um mindestens 40 % gesunken sein.

Für Selbstständige, die im betreffenden Kalendermonat 2019 noch nicht tätig waren oder deren Umsatzzahlen aufgrund höherer Gewalt (z. B. Arbeitsunfähigkeit oder Mutterschaftsruhe) in diesem Kalendermonat ungewöhnlich niedrig waren, kann der nächste volle Kalendermonat berücksichtigt werden.

Auf Ihrem Antragsformular geben Sie die Umsatzzahlen für die zu vergleichenden Monate an (Erklärung auf Ehre). Legen Sie Ihrem Antrag die objektiven Belege für den Umsatzrückgang bei (z. B. eine definitive Bescheinigung des Buchhalters, ein Tagebuch, Kontoauszüge usw.). Ihre Erklärung wird einer nachträglichen Kontrolle aufgrund der offiziellen Mehrwertsteuerdaten unterzogen, sobald diese Daten verfügbar sind. Sie müssen also jederzeit über objektive Elemente verfügen, die diesen Umsatzrückgang eindeutig belegen (z. B. Mehrwertsteuererklärung, Schätzung, ...).

Sie haben keinen Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang, wenn Sie schon für denselben Kalendermonat die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung in Anspruch nehmen. Sie können nicht beide Leistungen kumulieren.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen für den beantragten Kalendermonat Sozialbeiträge als Selbständiger schulden.

Sie müssen Ihre gesetzlich geschuldeten vorläufigen Beiträge für mindestens vier der sechzehn Quartale, die dem nächstfolgenden Quartal nach dem Quartal des Kalendermonats, auf den sich der Antrag bezieht, vorausgehen, tatsächlich bezahlt haben.

Für startende Selbständige ist eine Ausnahme vorgesehen. Wenn Sie nur für zwölf oder weniger vorangegangene Quartale im Sozialstatut der Selbständigen versicherungspflichtig waren, reicht es aus, dass Sie Ihre gesetzlich geschuldeten vorläufigen Beiträge tatsächlich für zwei Quartale bezahlt haben.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine halbe Leistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 Juli 2021:

  • 1.317,52 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.646,38 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 September 2021:

  • 1.343,87 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.679,31 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  • 645,85 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 807,05 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 Juli 2021:

  • 658,76 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 823,19 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 September 2021:

  • 671,94 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 839,65 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Sie können die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Sie müssen für jeden Monat einen neuen Antrag einreichen und jeweils die erforderlichen Umsatzzahlen angeben.

Fristen für die Einreichung des Antrags: 

  • Für die Monate Januar, Februar und März 2021: bis 30. September 2021
  • Für die Monate April, Mai und Juni 2021: bis 31. Dezember 2021
  • Für die Monate Juli, August und September 2021: bis 31. März 2022
  • Für die Monate Oktober, November und Dezember 2021: bis 30. Juni 2022
  • Für die Monate Januar, Februar und März 2022: bis 30. September 2022

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung - ab Oktober 2021

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 aufgrund der von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen gezwungen werden, Ihre selbständige Tätigkeit vollständig zu unterbrechen, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung.

In welcher Situation?

In den Monaten Oktober, November und Dezember 2021 sowie Januar, Februar und März 2022 haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung, wenn Sie beide der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Ihre selbständige Tätigkeit wird direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffen, die von der Behörde (auf föderaler, regionaler, provinzialer oder kommunaler Ebene) auferlegt wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen. Sie haben keinen Anspruch, wenn Ihre Aktivitäten nicht direkt betroffen sind sondern hauptsächlich von einem direkt betroffenen Selbständigen abhängen.

    Die Gesundheitsmaßnahmen, die eine soziale Distanzierung ermöglichen und die Ausübung der Tätigkeit des Selbständigen einschränken, gelten nicht als Schließungsmaßnahmen und kommen daher nicht in Betracht. Geschäfte, die wegen Nichteinhaltung der Vorschriften über die soziale Distanzierung geschlossen wurden, kommen aufgrund dieser Schließungsentscheidung ebenso wenig in Betracht.

  • Aufgrund dieser Schließungsmaßnahmen werden Sie gezwungen, Ihre selbständige Tätigkeit vollständig zu unterbrechen. Sie haben keinen Anspruch, wenn Sie einen Teil Ihrer Aktivitäten fortsetzen, auch wenn dies in Form von Take-away oder Click and Collect geschieht.

Es ist keine Mindestunterbrechungsdauer im Kalendermonat erforderlich.

Diejenigen, die die Bedingungen nicht erfüllen, können die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang beantragen, wenn alle Bedingungen zur Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen zum Zeitpunkt der Zwangsunterbrechung als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge schulden.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine halbe Leistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht.

Die Leistung variiert auch in Abhängigkeit von der Dauer der Zwangsunterbrechung. Wenn Sie während weniger als 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat geschlossen waren, wird Ihre Leistung gekürzt.

Beträge im November 2021

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung, im Falle einer Unterbrechung von weniger als 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat, auf:

  • 671,94 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 839,65 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung, im Falle einer Unterbrechung von weniger als 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat, auf:

  • 335,97 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 419,83 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Beträge im Dezember 2021 (doppelte Leistung)

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  • Unterbrechung von mindestens 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat:
    • 2.687,74 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
    • 3.358,62 EUR pro Monat, mit Familienlast.
  • Unterbrechung von weniger als 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat:
    • 1.343,87 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
    • 1.679,31 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  • Unterbrechung von mindestens 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat:
    • 1.343,87 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
    • 1.679,31 EUR pro Monat, mit Familienlast.
  • Unterbrechung von weniger als 15 aufeinanderfolgenden Kalendertagen pro Kalendermonat:
    • 671,94 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
    • 839,65 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Sie können die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Fristen für die Einreichung des Antrags:

  • Für die Monate Oktober, November und Dezember 2021: bis 30. Juni 2022
  • Für die Monate Januar, Februar und März 2022: bis 30. September 2022

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung - vom Januar bis einschließlich September 2021

Wenn Sie aufgrund der von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen Ihre selbständige Tätigkeit im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2021 unterbrechen müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung. Der Betrag ist doppelt so hoch wie der normale Betrag des Überbrückungsrechts.

Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2021:

In welchen Situationen?

In folgenden Situationen haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht):

  • Ihre selbständige Tätigkeit wird direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffen, die von der Behörde (auf föderaler, regionaler, provinzialer oder kommunaler Ebene) auferlegt wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, und hierdurch werden Sie gezwungen, Ihre selbständige Tätigkeit vollständig zu unterbrechen, mit Ausnahme des erlaubten Take-aways und Terrassen im Horeca-Sektor, des erlaubten Click & Collect für nicht wesentliche Handelsgeschäfte und der verfrühten Schließung von 22 Uhr für Nightshops. 
    Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des (doppelten) Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich;
  • Ihre selbständige Tätigkeit hängt hauptsächlich (mindestens 60%) von einer im vorigen Punkt erwähnten selbständigen Tätigkeit ab, aber nur unter der Bedingung, dass Sie während der Zeit der Zwangsunterbrechung aufgrund der Schließungsmaßnahmen der Behörde jegliche selbständige Tätigkeit vollständig unterbrechen. 
  • Ihre selbständige Tätigkeit gehört zum Sektor der Hotels, der Taxis, der organisierten Reisebusunternehmen oder der Stadtführer, unter der Bedingung, dass Sie alle selbständigen Tätigkeiten während des ganzen Monats vollständig unterbrechen. 

Die nicht wesentlichen Handelsgeschäfte dürfen in dem Zeitraum vom 27. März bis zum 25. April 2021 ihre Tätigkeiten nur über ein Bestell- und Abhol-, Liefer- oder Terminsystem fortsetzen. Wer mit einem Terminsystem arbeitet, hat jedoch keinen Anspruch auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich dann aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen, wenn alle Bedingungen für die Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.

Konkret bedeutet dies:

  • für den Monat März 2021:

    Wenn Sie ab dem 27. März 2021 bereits ein Terminsystem zur Verfügung gestellt hatten, haben Sie keinen Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen.

    Wenn Sie in einer eidesstattlichen Erklärung eindeutig nachweisen, dass Sie in dem Zeitraum vom 27. bis zum 31. März 2021 nicht in der Lage sind, ein Terminsystem zu nutzen, haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht), wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Ihr Handelsgeschäft muss also ab dem 27. März 2021 geschlossen sein und bis zum 31. März 2021 geschlossen bleiben, und nur Click and Collect ist erlaubt.
  • für den Monat April 2021:

    Bleibt Ihr Handelsgeschäft mit einem Terminsystem geöffnet, haben Sie keinen Anspruch auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen.

    Wenn Sie in einer eidesstattlichen Erklärung eindeutig nachweisen, dass Sie während des gesamten Zeitraums (d.h. bis einschließlich 25. April 2021) nicht in der Lage sind, ein Terminsystem zu nutzen, haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht), wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Ihr Handelsgeschäft muss also bis zum 25. April 2021 geschlossen bleiben, und nur Click and Collect ist erlaubt.

Diejenigen, die die Bedingungen nicht erfüllen, können die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang beantragen, wenn alle Bedingungen zur Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.
Wenn Sie eine selbständige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen ausüben, muss die selbständige Tätigkeit in allen Unternehmen wegen des Coronavirus unterbrochen werden. Wenn Sie verschiedene selbständige Tätigkeiten ausüben, müssen die Bedingungen für jede dieser Tätigkeiten erfüllt sein.

Zeitraum vom 01. Juli bis 30. September 2021:

In den folgenden Situationen haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht):

  • Ihre selbständige Tätigkeit wird direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffen, die von der Behörde (auf föderaler, regionaler, provinzialer oder kommunaler Ebene) zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus COVID-19 auferlegt wurden, so dass Sie gezwungen sind, Ihre selbständige Tätigkeit vollständig zu unterbrechen.
    Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich.
  • Ihre selbständige Tätigkeit hängt hauptsächlich (zu mindestens 60 %) von einer im vorigen Punkt erwähnten selbständigen Tätigkeit ab, aber nur unter der Bedingung, dass Sie während der Zeit der Zwangsunterbrechung aufgrund der Schließungsmaßnahmen der Behörde alle selbständigen Tätigkeiten vollständig unterbrechen.

Diejenigen, die die Bedingungen nicht erfüllen, können die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang beantragen, wenn alle Bedingungen zur Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.

Wenn Sie eine selbständige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen ausüben, muss die selbständige Tätigkeit in allen Unternehmen wegen des Coronavirus unterbrochen werden. Wenn Sie verschiedene selbständige Tätigkeiten ausüben, müssen die Bedingungen für jede dieser Tätigkeiten erfüllt sein.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen zum Zeitpunkt der Zwangsunterbrechung als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge schulden.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine Teilleistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht. Der Betrag ist doppelt so hoch wie der normale Betrag des Überbrückungsrechts.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  • 2.583,38 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 3.228,20 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 Juli 2021:

  • 2.635,04 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 3.292,76 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 September 2021:

  • 2.687,74 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 3.358,62 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die Teilleistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 Juli 2021:

  • 1.317,52 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.646,38 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Ab dem. 1 September 2021:

  • 1.343,87 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.679,31 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Im Monat Januar 2021 kann die Leistung unter bestimmten Bedingungen mit einem sonstigen Ersatzeinkommen (Pension, (zeitweilige) Arbeitslosigkeit) kumuliert werden.

Achtung! Für die Selbständigen, die auf die Teilleistung Anspruch haben, darf die Summe der Teilleistung im Rahmen des Überbrückungsrechts und des sonstigen Ersatzeinkommens den Betrag von 1.614,10 EUR pro Monat nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen des Überbrückungsrechts gekürzt.

Ab dem Monat Februar 2021 können Sie die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt. Dieser kumulierte Höchstbetrag gilt für alle Selbständigen, ob sie die volle Leistung erhalten oder nicht.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Fristen für die Einreichung des Antrags:

  • Für die Monate Januar, Februar und März 2021: bis 30. September 2021
  • Für die Monate April, Mai und Juni 2021: bis 31. Dezember 2021
  • Für die Monate Juli, August und September 2021: bis 31. März 2022

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

  

Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes 

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. März 2022 Ihre selbständige Tätigkeit vollständig unterbrechen müssen, weil Sie wegen des Coronavirus COVID-19 in Quarantäne oder Isolation gestellt wurden oder weil Sie unter bestimmten Umständen Ihre Kinder betreuen müssen, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes.

In welchen Situationen?

In folgenden Situationen haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes:

  • Sie unterbrechen Ihre selbständige Tätigkeit für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage vollständig, weil Sie, obwohl arbeitsfähig, in Quarantäne oder Isolation gestellt wurden. Sie müssen eine Quarantänebescheinigung vorlegen, die auf Ihren Namen ausgestellt wurde oder auf den Namen einer Person, die an derselben Adresse eingetragen ist.

    Achtung! Wenn Sie wissentlich und willentlich in ein Land oder Gebiet gereist sind, das sich zum Zeitpunkt der Abreise in einer roten Zone befindet, dann haben Sie keinen Anspruch auf die Leistung. In diesem Fall erfüllen Sie nicht die Bedingung, dass es sich um eine von Ihrem Willen unabhängige Situation handelt.
  • Sie unterbrechen Ihre selbständige Tätigkeit vollständig für mindestens 7 Kalendertage (nicht notwendigerweise aufeinanderfolgend) in einem Kalendermonat oder für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage, die auf zwei Monate verteilt sind, weil Sie unter bestimmten Umständen Ihre Kinder betreuen müssen:
    • Betreuung eines bei Ihnen lebenden Kindes unter 18 Jahren (einschließlich der Situation der Mitelternschaft), das nicht in die Kindertagesstätte oder in die Schule gehen kann, weil
      • das Kind in Quarantäne oder Isolation gestellt wurde oder
      • die Kindertagesstätte, die Klasse oder die Schule, die das Kind besucht, aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, vollständig oder teilweise geschlossen wurde (hieraus folgt, dass normale Schulferienzeiten nicht in Betracht kommen) oder
      • das Kind aufgrund einer Entscheidung der zuständigen Behörde, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, Unterricht in Form von Fernunterricht erhalten muss;
    • Betreuung eines behinderten Kindes, das Sie zu Lasten haben, unabhängig vom Alter des Kindes, weil das Kind nicht in ein Zentrum für die Betreuung behinderter Menschen gehen kann, weil dieses Zentrum geschlossen ist oder weil die von den Gemeinschaften organisierten oder anerkannten stationären oder ambulanten Leistungen oder Behandlungen vorübergehend eingestellt werden aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen.

Wenn die Schließung der Schule/ Kindertagesstätte oder die Quarantäne des Kindes 5 aufeinanderfolgende Wochentage (innerhalb desselben Monats oder verteilt auf zwei Monate) betrifft, dann werden auch die zwei Wochenendtage, die vor, nach oder in der Zeit der Unterbrechung liegen, berücksichtigt, um die Bedingung einer Unterbrechung von 7 Kalendertagen zu erfüllen.

Sie müssen Ihrer Sozialversicherungskasse eine Quarantänebescheinigung oder eine Bescheinigung der Kindertagesstätte, der Schule oder des Zentrums für die Betreuung behinderter Menschen vorlegen, in der die Schließung oder der obligatorische Fernunterricht aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, bestätigt wird. Diese Bescheinigung gibt den Zeitraum an, in dem die Maßnahme in Kraft ist.

Sie haben keinen Anspruch, wenn Sie ihre selbständige Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können. In Ihrem Antrag müssen Sie die Unterbrechung ausführlich begründen.

Besondere Situationen

  • Schließung von Kindergärten und Primarschulen in der Woche vom 20. Dezember 2021

    Die Betreuung von Kindern wegen der Schließung von Kindergärten und Primarschulen infolge der Entscheidung der zuständigen Schulbehörden, die Weihnachtsferien um eine Woche zu verlängern, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen, wird berücksichtigt. Diese 5 Tage, an denen die Schulen geschlossen sind, gelten als Unterbrechung der Tätigkeit während 7 aufeinanderfolgender Kalendertage, d. h. vom 20. bis zum 26. Dezember 2021. Diese Maßnahme gilt nicht für die Weihnachtsferien selbst.

    Es muss sich um eine tatsächliche und vollständige Unterbrechung der selbständigen Tätigkeit handeln. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, sind grundsätzlich nicht förderfähig.

  • Schließung der Schulen in der Woche vom 29. März 2021

    Die Betreuung von Kindern wegen der Schließung von den Primar- und Mittelschulen infolge der Entscheidung der zuständigen Schulbehörden, die Osterferien um eine Woche zu verlängern, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen, wird berücksichtigt. Diese 5 Tage, an denen die Schulen geschlossen sind, gelten als Unterbrechung der Tätigkeit während 7 aufeinanderfolgender Kalendertage, d. h. vom 29. März bis zum 4. April 2021. Werden diese Tage nacheinander genommen, so werden sie nach den tatsächlichen Verhältnissen berücksichtigt, auch wenn die 7 Kalendertage nicht im selben Kalendermonat liegen.

  • Kindergärten, die in der Woche vom 29. März 2021 geöffnet bleiben

    Die Betreuung von Kindern durch Selbstständige, die dem Aufruf der Behörden Folge leisten, ihr Kind in der Woche vom 29. März 2021 nicht in den Kindergarten zu schicken, wird für den Zeitraum vom 29. März bis 4. April 2021 berücksichtigt. Werden diese Tage nacheinander genommen, so werden sie nach den tatsächlichen Verhältnissen berücksichtigt, auch wenn die 7 Kalendertage nicht im selben Kalendermonat liegen.

  • Kinderkrippen, die im Zeitraum vom 29. März bis zum 18. April 2021 geöffnet bleiben

    Die Betreuung von Kindern durch Selbstständige, die dem Aufruf der Behörden Folge leisten, ihr Kind nicht in die Kinderkrippe zu schicken, wird im Zeitraum vom 29. März bis zum 18. April 2021 für die Tage berücksichtigt, an denen das Kind normalerweise zur Betreuung angemeldet ist.

  • Abgesagte Sport- und Ferienlager in den Osterferien

    Die Betreuung von minderjährigen Kindern während der Osterferien infolge der vollständigen oder teilweisen Annullierung eines Ferienlagers oder einer organisierten außerschulischen Betreuung wird berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass das Kind spätestens am 18. März 2021 für das Ferienlager oder für die annullierte organisierte außerschulische Betreuung angemeldet war.

In all diesen Situationen muss es sich um eine tatsächliche und vollständige Unterbrechung der selbständigen Tätigkeit handeln. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen zum Zeitpunkt der Unterbrechung Ihrer Tätigkeit als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge schulden.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine halbe Leistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht.

Die Leistung variiert auch in Abhängigkeit von der Dauer der Unterbrechung.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 1.291,69 Euro 1.614,10 Euro
21 bis 27 Tage 968,77 Euro 1.210,58 Euro
14 bis 20 Tage 645,85 Euro 807,05 Euro
7 bis 13 Tage 322,92 Euro 403,53 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Ab dem. 1 Juli 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 1.317,52 Euro 1.646,38 Euro
21 bis 27 Tage 988,14 Euro 1.234,79 Euro
14 bis 20 Tage 658,76 Euro 823,19 Euro
7 bis 13 Tage 329,38 Euro 411,60 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Ab dem. 1 September 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 1.343,87 Euro 1.679,31 Euro
21 bis 27 Tage 1.007,90 Euro 1.259,49 Euro
14 bis 20 Tage 671,94 Euro 839,65 Euro
7 bis 13 Tage 335,97 Euro 419,83 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

Vor dem. 1 Juli 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 645,85 Euro 807,05 Euro
21 bis 27 Tage 484,39 Euro 605,29 Euro
14 bis 20 Tage 322,92 Euro 403,53 Euro
7 bis 13 Tage 161,46 Euro 201,77 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Ab dem. 1 Juli 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 658,76 Euro 823,19 Euro
21 bis 27 Tage 494,07 Euro 617,39 Euro
14 bis 20 Tage 329,38 Euro 411,60 Euro
7 bis 13 Tage 164,69 Euro 205,80 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Ab dem. 1 September 2021:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 671,94 Euro 839,65 Euro
21 bis 27 Tage 503,95 Euro 629,74 Euro
14 bis 20 Tage 335,97 Euro 419,83 Euro
7 bis 13 Tage 167,98 Euro 209,92 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Sie können die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Fristen für die Einreichung des Antrags:

  • Für die Monate Januar, Februar und März 2021: bis 30. September 2021
  • Für die Monate April, Mai und Juni 2021: bis 31. Dezember 2021
  • Für die Monate Juli, August und September 2021: bis 31. März 2022
  • Für die Monate Oktober, November und Dezember 2021: bis 30. Juni 2022
  • Für die Monate Januar, Februar und März 2022: bis 30. September 2022

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht in anderen Situationen

Selbständige, die Ihre Tätigkeit einstellen oder unterbrechen, können in bestimmten Situationen das klassische Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen. Der Selbständige muss eine Reihe von Bedingungen erfüllen.

Das Überbrückungsrecht besteht aus einer Leistung für maximal 12 Monate und der Aufrechterhaltung der Ansprüche auf Gesundheitspflege und Arbeitsunfähigkeitsentschädigungen für maximal 4 Quartale ohne Beitragszahlung.

Für Konkurseröffnungen sowie Einstellungen und Unterbrechungen der Tätigkeit zwischen 1. April 2020 und 30. September 2021: die Pensionsansprüche werden während maximal 4 Quartalen ohne Beitragszahlung aufrechterhalten. Die Maßnahme gilt ab dem vierten Quartal von 2020 für die Pensionen, die tatsächlich und zum ersten Mal frühestens am 1. Januar 2021 einsetzen.

Das Überbrückungsrecht kann in den folgenden Situationen gewährt werden:

  • Einstellung nach Konkurs;
  • Einstellung aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten;
  • zwangsweise Unterbrechung oder Einstellung infolge einer Entscheidung eines dritten Wirtschaftsakteurs oder infolge eines Ereignisses mit wirtschaftlichen Auswirkungen, das die Tätigkeit direkt und erheblich beeinflusst.
    Das Coronavirus gilt als ein Ereignis mit wirtschaftlichen Auswirkungen. Der Selbständige, der in dieser Situation das Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen möchte, muss eindeutig nachweisen, dass es einen direkten Kausalzusammenhang gibt zwischen der Coronakrise und der Unterbrechung oder Einstellung seiner selbständigen Tätigkeit. Dies soll auf der Grundlage von Belegen geschehen, die einen Umsatzrückgang, eine Verringerung der Bestellungen oder Aufträge usw. belegen. Eine bloße ehrenwörtliche Erklärung ist nicht ausreichend. Es muss sich um eine tatsächliche und vollständige Unterbrechung der selbständigen Tätigkeit handeln. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, sind nicht förderfähig. Sie müssen dies in ihrem Antrag ausführlich begründen.

Das Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt. Der Antrag muss vor dem Ende des zweiten Quartals nach dem Quartal der Unterbrechung eingereicht werden. Für Einstellungen und Unterbrechungen der Tätigkeit zwischen 1. April 2020 und 31. Dezember 2020 beträgt die Beantragungsfrist vier Quartale.

Einige Bedingungen sind im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. September 2021 gelockert.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Einmalige Prämie für einige Begünstigte der befristeten Krisenmaßnahmen in Bezug auf das Überbrückungsrecht

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. April 2021 mindestens 6 Monate lang eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahmen Überbrückungsrecht erhalten haben, haben Sie unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine einmalige Prämie von 598,81 Euro. Diese Prämie bietet zusätzliche Unterstützung für Selbständige, die von der COVID-19-Krise hart getroffen wurden.

Unter welchen Bedingungen?

Um Anspruch auf die einmalige Prämie zu haben, müssen Sie mindestens 6 Monate lang (nicht notwendigerweise aufeinanderfolgend) eine finanzielle Leistung im Rahmen der folgenden Maßnahmen erhalten haben:

  • die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (in 2020 und 2021);
  • die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme (In 2020);
  • die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang (in 2021).

Die finanziellen Leistungen im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts oder im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes sind deshalb nicht berücksichtigungsfähig.

Es kann sich nur um finanzielle Leistungen handeln, die sich auf die Monate Oktober, November und Dezember 2020 sowie Januar, Februar, März und April 2021 beziehen.

Sie müssen für diese Monate Anspruch auf die volle Leistung haben. Das bedeutet, dass Sie in diesen Monaten eine der folgenden Eigenschaften haben müssen:

  • Selbständiger im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut);
  • Selbständiger im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schuldet, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständiger im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt ist (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schuldet, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Student-Selbständiger, der vorläufige Sozialbeiträge schuldet, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständiger nach Erreichen des Pensionsalters, der keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension bezieht und vorläufige Sozialbeiträge schuldet, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Zum Zeitpunkt der Zahlung der einmaligen Prämie müssen Sie diese Eigenschaft nicht mehr haben. Es ist sogar möglich, dass Sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als Selbständiger tätig sind.

Finanzielle Leistungen, die unrechtmäßig gewährt wurden und folglich zurückgefordert werden, sind nicht berücksichtigungsfähig.

Höhe der Leistung?

Die einmalige Prämie beträgt 598,81 Euro.

Die einmalige Prämie kann mit einem Ersatzeinkommen kumuliert werden. Die Prämie hat keinen Einfluss auf die Gewährung oder Höhe anderer sozialer Rechte.

Die einmalige Prämie stellt steuerpflichtiges Einkommen dar.

Wie beantragen?

Sie müssen keinen Antrag stellen. Ihre Sozialversicherungskasse zahlt die einmalige Prämie automatisch, wenn Sie die Bedingungen erfüllen.

Ihre Sozialversicherungskasse teilt Ihnen mit, dass Ihnen die einmalige Prämie gewährt wird. Das Datum dieser Mitteilung hängt von der Sozialversicherungskasse ab, bei der Sie Mitglied sind. Im Prinzip wird dies spätestens am 1. September 2021 sein. Sollten Sie bis zu diesem Datum keine Mitteilung erhalten haben und immer noch glauben, dass Sie Anspruch auf die Prämie haben, können Sie Ihre Sozialversicherungskasse bitten, die Bedingungen vor dem 15. September 2021 zu prüfen.

Die einmalige Prämie wird spätestens am 30. September 2021 gezahlt, es sei denn, es stellt sich erst später heraus, dass Sie die Bedingungen erfüllen.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Aufschub der Zahlung von Sozialbeiträgen

Alle Selbständigen, die durch die Folgen des Coronavirus mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, können, unabhängig von ihrer Beitragskategorie (Hauptberuf, Nebenberuf,…), bei ihrer Sozialversicherungskasse einen schriftlichen Antrag auf einjährigen Aufschub der Zahlung von ihren Sozialbeiträgen stellen, ohne dass Erhöhungen erhoben werden und ohne Auswirkungen auf die Sozialleistungen.

Die Maßnahme gilt für die vorläufigen Beiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2021 und für die Regularisierungsbeiträge für die Quartale 2018, 2019 und 2020, die am 31. März 2021, am 30. Juni 2021, am 30. September 2021 und am 31. Dezember 2021 fällig werden. Diese Beiträge dürfen noch nicht bezahlt worden sein.

Dies bedeutet, dass der Beitrag für das erste Quartal 2021 und die am 31. März 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018 und 2019 vor dem 31. März 2022 gezahlt werden müssen.
Der Beitrag für das zweite Quartal 2021 und die am 30. Juni 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018 und 2019 müssen vor dem 30. Juni 2022 gezahlt werden.
Der Beitrag für das dritte Quartal 2021 und die am 30. September 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018, 2019 und 2020 müssen vor dem 30. September 2022 gezahlt werden.
Der Beitrag für das vierte Quartal 2021 und die am 31. Dezember 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018, 2019 und 2020 müssen vor dem 15. Dezember 2022 gezahlt werden.

Der Antrag für das erste Quartal 2021 muss vor dem 15. März 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden.
Der Antrag für das zweite Quartal 2021 muss vor dem 15. Juni 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden.
Der Antrag für das dritte Quartal 2021 muss vor dem 15. September 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden.
Der Antrag für das vierte Quartal 2021 muss vor dem 15. Dezember 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden.

De Anfrage muss mindestens die folgenden Informationen enthalten:

  • Name, Vorname und Wohnsitz der betreffenden Person;
  • Name und Sitz des Unternehmens;
  • Unternehmensnummer;
  • eine Begründung aufgrund der Schwierigkeiten, die das Coronavirus für den Antragsteller ausgelöst hat (zumindest eine klare ehrenwörtliche Erklärung).

Es handelt sich zum Beispiel um folgende Schwierigkeiten:

  • ein Selbständiger kann aufgrund von Gesundheitsmaßnahmen nicht in sein Unternehmen zurückkehren (in Quarantäne im Ausland oder in Belgien nach der Rückkehr von einer Reise);
  • ein Selbständiger ist an Symptomen des Coronavirus erkrankt;
  • die Tätigkeit des Selbständigen wird durch die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie gebremst oder beeinträchtigt (zum Beispiel Tourismussektor, Veranstaltungssektor, Horeca-Sektor, verzögerte Exporte, Mangel an Rohstoffen oder Materialien aus einem von der Epidemie stark betroffenen Land, Personalmangel, usw.);
  • eine Schließung des Handelsgeschäfts nach behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Vorsicht! Wird der betreffende Beitrag nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist vollständig bezahlt, sind die Erhöhungen für die betreffenden Quartale fällig und werden die zu Unrecht erhaltenen Leistungen zurückgefordert. 

Die Selbständigen haben auch die Möglichkeit, einen Antrag auf Beitragsbefreiung zu stellen, wenn ein Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt wurde.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Verzicht auf Erhöhungen

In 2021

Selbständige, die ihre vorläufigen Sozialbeiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2021 bis zum 31. Dezember 2021 nicht bezahlt haben, werden aufgrund dieser verspäteten Zahlung keine Erhöhungen zahlen müssen. Gleiches gilt für die verspätete Zahlung von Regularisierungsbeiträgen, die im Laufe des Jahres 2021 zu entrichten waren. Diese Erhöhungen verschwinden automatisch. Der Selbständige muss also keinen Antrag stellen.

In 2020

Selbständige, die ihre vorläufigen Sozialbeiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2020 bis zum 31. Dezember 2020 nicht bezahlt haben, werden aufgrund dieser verspäteten Zahlung keine Erhöhungen zahlen müssen. Gleiches gilt für die verspätete Zahlung von Regularisierungsbeiträgen, die im Laufe des Jahres 2020 zu entrichten waren. Diese Erhöhungen verschwinden automatisch. Der Selbständige muss also keinen Antrag stellen.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Senkung der vorläufigen Sozialversicherungsbeiträge

Selbständige, die aufgrund des Coronavirus Schwierigkeiten haben, können eine Senkung ihrer vorläufigen Sozialbeiträge für das Jahr 2021 (berechnet auf das Berufseinkommen von vor drei Jahren) beantragen, wenn ihr Berufseinkommen unter einem der gesetzlichen Schwellenwerte liegt.

Die Beiträge können reduziert werden auf maximal:

  • 719,68 EUR (ausgenommen Verwaltungskosten) für einen hauptberuflichen Selbständigen;
  • 0 EUR für einen nebenberuflichen Selbständigen, wenn das erwartete Einkommen unter 1.553,58 EUR liegt;
  • 0 EUR für einen Selbständigen aktiv nach der Pension, wenn das erwartete Einkommen unter 3.107,17 EUR liegt.

Vorsicht! Ist das tatsächliche Berufseinkommen für das Jahr 2021 dennoch höher als der Betrag, auf den die reduzierten vorläufigen Beiträge gezahlt wurden, dann werden bei der Endabrechnung nicht nur ein Zuschlag, sondern auch Erhöhungen erhoben.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen

Selbständige im Hauptberuf und mithelfende Ehepartner (einschließlich Starter), die nicht in der Lage sind, ihre Sozialbeiträge zu zahlen, können einen vereinfachten Antrag auf Befreiung der folgenden Beiträge einreichen:

  • die vorläufigen Beiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2020;
  • die vorläufigen Beiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2021;
  • die Regularisierunsgsbeiträge für die Quartale 2018 und 2019, die im Laufe des Jahres 2020 fällig wurden
  • die Regularisierunsgsbeiträge für die Quartale 2018, 2019 und 2020, die im Jahr 2021 fällig werden.

Der Antrag muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Ende jedes betroffenen Quartals eingereicht werden.

Einen Antrag auf Befreiung können Sie erst dann einreichen, wenn Sie die Abrechnung für die betroffenen Beiträge erhalten haben. Wenn Sie einen Antrag für mehrere Quartale 2021 stellen möchten, ist es ratsam zu warten, bis Sie die Abrechnung der Beiträge für das letzte betroffene Quartal 2021 erhalten haben, und dann einen Gesamtantrag für alle betroffenen Quartale einzureichen. Aber Vorsicht, Ihr Antrag muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Ende jedes betroffenen Quartals eingereicht werden.

Wenn Sie schon einen Antrag auf Zahlungsaufschub eingereicht haben, können Sie auch noch die Beitragsbefreiung beantragen.

Achtung! Sie erwerben keine Pensionsansprüche für Quartale, für die Sie eine Beitragsbefreiung erhalten. Sie können diese Quartale aber später noch regularisieren (durch Zahlung einer Prämie), so dass sie weiterhin mit in die Pensionsberechnung aufgenommen werden. Sie haben fünf Jahre Zeit, um dies zu tun.

Ihren Antrag können Sie direkt über Ihre Sozialversicherungskasse oder online einreichen. Es gibt ein vereinfachtes Antragsformular, das Sie bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragen können.

Achtung! Haben Sie Ihre Beitragsbefreiung online beantragt? Dann sollten Sie dies auch an mailbox-dvr@rsvz-inasti.fgov.be melden, um die Verarbeitung Ihrer Akte zu beschleunigen.

Weitere Infos?

Verzicht auf Erhöhungen (Artikel 48 RGS)

E-Mail: mailbox-rek@rsvz-inasti.fgov.be.

Befreiung von Beiträgen

E-Mail: mailbox-dvr@rsvz-inasti.fgov.be.

Oder wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Zahlungsplan

Selbständige, die für die vorläufigen Beiträge von 2020 und die Regularisierungsbeiträge von 2018, die im Laufe des Jahres 2020 zu entrichten waren, einen einjährigen Zahlungsaufschub erhalten haben und die auch in 2021 nicht in der Lage sind, diese Beiträge zu zahlen, können bei ihrer Sozialversicherungskasse einen Zahlungsplan beantragen.

Wenn der Zahlungsplan eingehalten wird, gibt es keine negativen Auswirkungen auf die Sozialleistungen des betreffenden Selbständigen.

Der Zahlungsplan verhindert nicht, dass Erhöhungen für verspätete Zahlung erhoben werden, aber der Selbständige kann über seine Sozialversicherungskasse beantragen, dass die mit diesem Zahlungsplan verbundenen Erhöhungen erlassen werden.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Krankheit und Arbeitsunfähigkeit

Die Gesundheitsleistungen für Selbständige und ihre Familien werden von der Krankenkasse rückerstattet.

Selbständige, die mindestens 8 Tage lang arbeitsunfähig sind, haben vom ersten Tag an Anspruch auf eine Arbeitsunfähigkeitsentschädigung, die von der Krankenkasse gezahlt wird.

Vom 1. März 2020 bis zum 30. September 2021 erhalten folgende arbeitsunfähige Selbständige von ihrer Krankenkasse eine zusätzliche Krisenleistung, so dass der tägliche Gesamtbetrag des Ersatzeinkommens aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit dem in Arbeitstagen ausgedrückten monatlichen Betrag der finanziellen Leistung des befristeten Corona-Überbrückungsrechts entspricht (49,68 EUR pro Tag bis zum 30. Juni 2021, 50,67 EUR pro Tag vom 1. Juli bis zum 31. August 2021 und 51,69 EUR pro Tag ab 1. September 2021):

  • die Selbständigen im Hauptberuf (oder mit diesen gleichzusetzen) und die mithelfenden Ehepartner, die frühestens ab dem 1. März 2020 für mindestens 8 Kalendertage als arbeitsunfähig in der Eigenschaft als zusammenwohnende(r) Berechtigte anerkannt sind;
  • die Selbständigen und die mithelfenden Ehepartner, die als arbeitsunfähig in der Eigenschaft als zusammenwohnende(r) Berechtigte anerkannt sind und die ihre Tätigkeit mit Genehmigung des Vertrauensarztes frühestens ab dem 1. März 2020 für mindestens sieben aufeinanderfolgende Kalendertage einstellen müssen.

In bestimmten Fällen können sie die Befreiung von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen während der Dauer der Krankheit beantragen ("Assimilation bei Krankheit").

 

Nützliche Links

Brauchen Sie als Selbständige(r) moralische Unterstützung in dieser schwierigen Zeit?

Weitere Informationen zur Unterstützung finden Sie hier:

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie unter: