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Schwierigkeiten infolge des Coronavirus

2 April 2021

Die Selbständigen, die infolge des Coronavirus mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, können verschiedene Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Informieren Sie sich über die neuesten Maßnahmen im Sozialstatut der Selbständigen bezüglich des Coronavirus, und dies über die offiziellen Kanäle: konsultieren Sie unsere Website oder wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.


Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang - in 2021

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 als Folge der COVID-19-Krise mit einem starken Rückgang Ihres Umsatzes konfrontiert sind, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang, unabhängig vom Sektor, in dem Sie tätig sind.

In welcher Situation?

Sie haben Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsgeld bei Umsatzrückgang, wenn Sie im Kalendermonat, der dem Kalendermonat, für den Sie die Leistung beantragen, vorausgeht, einen Umsatzrückgang von mindestens 40 % gegenüber demselben Kalendermonat des Bezugsjahres 2019 nachweisen können. Sie müssen den Zusammenhang zwischen dem Umsatzverlust und der COVID-19-Krise deutlich machen.

Wenn Sie beispielsweise für den Monat Februar 2021 einen Antrag einreichen, muss der Umsatz im Januar 2021 im Vergleich zum Monat Januar 2019 um 40 % gesunken sein.

Für Selbstständige, die im betreffenden Kalendermonat 2019 noch nicht tätig waren oder deren Umsatzzahlen aufgrund höherer Gewalt (z. B. Arbeitsunfähigkeit oder Mutterschaftsruhe) in diesem Kalendermonat ungewöhnlich niedrig waren, kann der nächste volle Kalendermonat berücksichtigt werden.

Auf Ihrem Antragsformular geben Sie die Umsatzzahlen für die zu vergleichenden Monate an (Erklärung auf Ehre). Legen Sie Ihrem Antrag die objektiven Belege für den Umsatzrückgang bei (z. B. eine definitive Bescheinigung des Buchhalters, ein Tagebuch, Kontoauszüge usw.). Ihre Erklärung wird einer nachträglichen Kontrolle aufgrund der offiziellen Mehrwertsteuerdaten unterzogen, sobald diese Daten verfügbar sind. Sie müssen also jederzeit über objektive Elemente verfügen, die diesen Umsatzrückgang eindeutig belegen (z. B. Mehrwertsteuererklärung, Schätzung, ...).

Sie haben keinen Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang, wenn Sie schon für denselben Kalendermonat die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung in Anspruch nehmen. Sie können nicht beide Leistungen kumulieren.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen für den beantragten Kalendermonat Sozialbeiträge als Selbständiger schulden.

Sie müssen Ihre gesetzlich geschuldeten vorläufigen Beiträge für mindestens vier der sechzehn Quartale, die dem nächstfolgenden Quartal nach dem Quartal des Kalendermonats, auf den sich der Antrag bezieht, vorausgehen, tatsächlich bezahlt haben.

Für startende Selbständige ist eine Ausnahme vorgesehen. Wenn Sie nur für zwölf oder weniger vorangegangene Quartale im Sozialstatut der Selbständigen versicherungspflichtig waren, reicht es aus, dass Sie Ihre gesetzlich geschuldeten vorläufigen Beiträge tatsächlich für zwei Quartale bezahlt haben.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine halbe Leistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  • 645,85 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 807,05 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Sie können die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Sie müssen für jeden Monat einen neuen Antrag einreichen und jeweils die erforderlichen Umsatzzahlen angeben.

Der Antrag muss spätestens am 30. September 2021 eingereicht worden sein.

Wenn die Leistung gewährt wird, erfolgt die Zahlung für Januar 2021 Anfang Februar 2021, für Februar 2021 Anfang März 2021 und für März 2021 Anfang April 2021.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung - in 2021

Wenn Sie aufgrund der von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen Ihre selbständige Tätigkeit im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 unterbrechen müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung. Der Betrag ist doppelt so hoch wie der normale Betrag des Überbrückungsrechts.

Der Ministerrat vom 26. Februar 2021 hat den Entwurf eines Königlichen Erlasses angenommen, mit dem die Gewährung dieses doppelten Überbrückungsrechts bis zum 30. Juni 2021 verlängert wird.

In welchen Situationen?

In folgenden Situationen haben Sie Anspruch die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht):

  • Ihre selbständige Tätigkeit wird direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffen, die von der Behörde (auf föderaler, regionaler, provinzialer oder kommunaler Ebene) auferlegt wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, und hierdurch werden Sie gezwungen, Ihre selbständige Tätigkeit vollständig zu unterbrechen, mit Ausnahme des erlaubten Take-aways im Horeca-Sektor, des erlaubten Click & Collect für nicht wesentliche Handelsgeschäfte und der verfrühten Schließung für Nightshops. 
    Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des (doppelten) Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich;
  • Ihre selbständige Tätigkeit hängt hauptsächlich von einer im vorigen Punkt erwähnten selbständigen Tätigkeit ab, aber nur unter der Bedingung, dass Sie während der Zeit der Zwangsunterbrechung aufgrund der Schließungsmaßnahmen der Behörde jegliche selbständige Tätigkeit vollständig unterbrechen. 

Die nicht wesentlichen Handelsgeschäfte dürfen in dem Zeitraum vom 27. März bis zum 25. April 2021 ihre Tätigkeiten nur über ein Bestell- und Abhol-, Liefer- oder Terminsystem fortsetzen. Wer mit einem Terminsystem arbeitet, hat jedoch keinen Anspruch auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich dann aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen, wenn alle Bedingungen für die Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.

Konkret bedeutet dies:

  • für den Monat März 2021:

    Wenn Sie ab dem 27. März 2021 bereits ein Terminsystem zur Verfügung gestellt hatten, haben Sie keinen Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen.

    Wenn Sie in einer eidesstattlichen Erklärung eindeutig nachweisen, dass Sie in dem Zeitraum vom 27. bis zum 31. März 2021 nicht in der Lage sind, ein Terminsystem zu nutzen, haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht), wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Ihr Handelsgeschäft muss also ab dem 27. März 2021 geschlossen sein und bis zum 31. März 2021 geschlossen bleiben, und nur Click and Collect ist erlaubt.
  • für den Monat April 2021:

    Bleibt Ihr Handelsgeschäft mit einem Terminsystem geöffnet, haben Sie keinen Anspruch auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht). Sie können sich aber auf die vorübergehende Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang berufen.

    Wenn Sie in einer eidesstattlichen Erklärung eindeutig nachweisen, dass Sie während des gesamten Zeitraums (d.h. bis einschließlich 25. April 2021) nicht in der Lage sind, ein Terminsystem zu nutzen, haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Zwangsunterbrechung (doppeltes Überbrückungsrecht), wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Ihr Handelsgeschäft muss also bis zum 25. April 2021 geschlossen bleiben, und nur Click and Collect ist erlaubt.

Diejenigen, die die Bedingungen nicht erfüllen, können die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Umsatzrückgang beantragen, wenn alle Bedingungen zur Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.
Wenn Sie eine selbständige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen ausüben, muss die selbständige Tätigkeit in allen Unternehmen wegen des Coronavirus unterbrochen werden. Wenn Sie verschiedene selbständige Tätigkeiten ausüben, müssen die Bedingungen für jede dieser Tätigkeiten erfüllt sein.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen zum Zeitpunkt der Zwangsunterbrechung als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge schulden.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine Teilleistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht. Der Betrag ist doppelt so hoch wie der normale Betrag des Überbrückungsrechts.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

  • 2.583,38 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 3.228,20 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die Teilleistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Im Monat Januar 2021 kann die Leistung unter bestimmten Bedingungen mit einem sonstigen Ersatzeinkommen (Pension, (zeitweilige) Arbeitslosigkeit) kumuliert werden.

Achtung! Für die Selbständigen, die auf die Teilleistung Anspruch haben, darf die Summe der Teilleistung im Rahmen des Überbrückungsrechts und des sonstigen Ersatzeinkommens den Betrag von 1.614,10 EUR pro Monat nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen des Überbrückungsrechts gekürzt.

Im Monat Februar 2021 können Sie die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt. Dieser kumulierte Höchstbetrag gilt für alle Selbständigen, ob sie die volle Leistung erhalten oder nicht.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.
Der Antrag muss spätestens am 30. September 2021 eingereicht worden sein.
Wenn die Leistung gewährt wird, erfolgt die Zahlung für Januar 2021 Anfang Februar 2021.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

  

Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes - in 2021

Wenn Sie im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 Ihre selbständige Tätigkeit vollständig unterbrechen müssen, weil Sie wegen des Coronavirus COVID-19 in Quarantäne oder Isolation gestellt wurden oder weil Sie unter bestimmten Umständen Ihre Kinder betreuen müssen, dann können Sie Anspruch haben auf eine finanzielle Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes.

In welchen Situationen?

In folgenden Situationen haben Sie Anspruch auf die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder Betreuung eines Kindes:

  • Sie unterbrechen Ihre selbständige Tätigkeit für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage vollständig, weil Sie, obwohl arbeitsfähig, in Quarantäne oder Isolation gestellt wurden. Sie müssen eine Quarantänebescheinigung vorlegen, die auf Ihren Namen ausgestellt wurde oder auf den Namen einer Person, die an derselben Adresse eingetragen ist.

    Achtung! Wenn Sie wissentlich und willentlich in ein Land oder Gebiet gereist sind, das sich zum Zeitpunkt der Abreise in einer roten Zone befindet, dann haben Sie keinen Anspruch auf die Leistung. In diesem Fall erfüllen Sie nicht die Bedingung, dass es sich um eine von Ihrem Willen unabhängige Situation handelt.
  • Sie unterbrechen Ihre selbständige Tätigkeit für mindestens 7 Kalendertage (nicht notwendigerweise aufeinanderfolgend) in einem Kalendermonat vollständig, weil Sie unter bestimmten Umständen Ihre Kinder betreuen müssen:
    • Betreuung eines bei Ihnen lebenden Kindes unter 18 Jahren (einschließlich der Situation der Mitelternschaft), das nicht in die Kindertagesstätte oder in die Schule gehen kann, weil
      • das Kind in Quarantäne oder Isolation gestellt wurde oder
      • die Kindertagesstätte, die Klasse oder die Schule, die das Kind besucht, aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, vollständig oder teilweise geschlossen wurde (hieraus folgt, dass normale Schulferienzeiten nicht in Betracht kommen) oder
      • das Kind aufgrund einer Entscheidung der zuständigen Behörde, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, Unterricht in Form von Fernunterricht erhalten muss;
    • Betreuung eines behinderten Kindes, das Sie zu Lasten haben, unabhängig vom Alter des Kindes, weil das Kind nicht in ein Zentrum für die Betreuung behinderter Menschen gehen kann, weil dieses Zentrum geschlossen ist oder weil die von den Gemeinschaften organisierten oder anerkannten stationären oder ambulanten Leistungen oder Behandlungen vorübergehend eingestellt werden aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen.

Sie müssen Ihrer Sozialversicherungskasse eine Quarantänebescheinigung oder eine Bescheinigung der Kindertagesstätte, der Schule oder des Zentrums für die Betreuung behinderter Menschen vorlegen, in der die Schließung oder der obligatorische Fernunterricht aufgrund einer Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen, bestätigt wird. Diese Bescheinigung gibt den Zeitraum an, in dem die Maßnahme in Kraft ist.

Sie haben keinen Anspruch, wenn Sie ihre selbständige Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können. In Ihrem Antrag müssen Sie die Unterbrechung ausführlich begründen.

Besondere Situationen

  • Schließung der Schulen in der Woche vom 29. März 2021

    Die Betreuung von Kindern wegen der Schließung von den Primar- und Mittelschulen infolge der Entscheidung der zuständigen Schulbehörden, die Osterferien um eine Woche zu verlängern, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen, wird berücksichtigt. Diese 5 Tage, an denen die Schulen geschlossen sind, gelten als Unterbrechung der Tätigkeit während 7 aufeinanderfolgender Kalendertage, d. h. vom 29. März bis zum 4. April 2021. Werden diese Tage nacheinander genommen, so werden sie nach den tatsächlichen Verhältnissen berücksichtigt, auch wenn die 7 Kalendertage nicht im selben Kalendermonat liegen.

  • Kindergärten, die in der Woche vom 29. März 2021 geöffnet bleiben

    Die Betreuung von Kindern durch Selbstständige, die dem Aufruf der Behörden Folge leisten, ihr Kind in der Woche vom 29. März 2021 nicht in den Kindergarten zu schicken, wird für den Zeitraum vom 29. März bis 4. April 2021 berücksichtigt. Werden diese Tage nacheinander genommen, so werden sie nach den tatsächlichen Verhältnissen berücksichtigt, auch wenn die 7 Kalendertage nicht im selben Kalendermonat liegen.

  • Kinderkrippen, die im Zeitraum vom 29. März bis zum 18. April 2021 geöffnet bleiben

    Die Betreuung von Kindern durch Selbstständige, die dem Aufruf der Behörden Folge leisten, ihr Kind nicht in die Kinderkrippe zu schicken, wird im Zeitraum vom 29. März bis zum 18. April 2021 für die Tage berücksichtigt, an denen das Kind normalerweise zur Betreuung angemeldet ist.

  • Abgesagte Sport- und Ferienlager in den Osterferien

    Die Betreuung von minderjährigen Kindern während der Osterferien infolge der vollständigen oder teilweisen Annullierung eines Ferienlagers oder einer organisierten außerschulischen Betreuung wird berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass das Kind spätestens am 18. März 2021 für das Ferienlager oder für die annullierte organisierte außerschulische Betreuung angemeldet war.

In all diesen Situationen muss es sich um eine tatsächliche und vollständige Unterbrechung der selbständigen Tätigkeit handeln. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Für welche Selbständigen?

Sie müssen zum Zeitpunkt der Unterbrechung Ihrer Tätigkeit als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge schulden.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • Selbständige im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • Selbständige nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur eine bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf eine halbe Leistung:

  • Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • Selbständige im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 7.356,08 Euro berechnet werden;
  • Studenten-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens zwischen 7.021,29 und 14.042,57 Euro berechnet werden;
  • aktive pensionierte Selbständige, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 7.021,29 Euro berechnet werden.

Die Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Welche Leistung?

Die Leistung variiert je nachdem, ob Sie bei der Krankenkasse Personen im Rahmen der Gesundheitspflegeversicherung zu Lasten haben oder nicht.

Die Leistung variiert auch in Abhängigkeit von der Dauer der Unterbrechung.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 1.291,69 Euro 1.614,10 Euro
21 bis 27 Tage 968,77 Euro 1.210,58 Euro
14 bis 20 Tage 645,85 Euro 807,05 Euro
7 bis 13 Tage 322,92 Euro 403,53 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Für Selbständige, die Anspruch auf die halbe Leistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  Ohne Familienlast Mit Familienlast
28 Tage oder mehr 645,85 Euro 807,05 Euro
21 bis 27 Tage 484,39 Euro 605,29 Euro
14 bis 20 Tage 322,92 Euro 403,53 Euro
7 bis 13 Tage 161,46 Euro 201,77 Euro
Weniger als 7 Tage 0 Euro 0 Euro

Sie können die Leistung bis zu einem Höchstbetrag mit einem anderen Ersatzeinkommen kumulieren. Die Summe der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht und des sonstigen Ersatzeinkommens darf pro Monat den maßgeblichen Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht nicht überschreiten. Wird dieser Betrag überschritten, so wird der monatliche Betrag der Leistung im Rahmen der befristeten Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht gekürzt.

Sozialbeiträge bezahlen?

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie auf die bestehenden Maßnahmen in Bezug auf die Sozialbeiträge zurückgreifen.

Wie beantragen?

Die befristete Krisenmaßnahme Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Der Antrag muss spätestens am 30. September 2021 eingereicht worden sein.

Wenn die Leistung gewährt wird, erfolgt die Zahlung für Januar 2021 Anfang Februar 2021, für Februar 2021 Anfang März 2021 und die Zahlung für März 2021 Anfang April 2021.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht in anderen Situationen

Selbständige, die Ihre Tätigkeit einstellen oder unterbrechen, können in bestimmten Situationen das klassische Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen. Der Selbständige muss eine Reihe von Bedingungen erfüllen.

Das Überbrückungsrecht besteht aus einer Leistung für maximal 12 Monate und der Aufrechterhaltung der Ansprüche auf Gesundheitspflege und Arbeitsunfähigkeitsentschädigungen für maximal 4 Quartale ohne Beitragszahlung.

Für Konkurseröffnungen sowie Einstellungen und Unterbrechungen der Tätigkeit zwischen 1. April 2020 und 30. Juni 2021: die Pensionsansprüche werden während maximal 4 Quartalen ohne Beitragszahlung aufrechterhalten. Die Maßnahme gilt ab dem vierten Quartal von 2020 für die Pensionen, die tatsächlich und zum ersten Mal frühestens am 1. Januar 2021 einsetzen.

Das Überbrückungsrecht kann in den folgenden Situationen gewährt werden:

  • Einstellung nach Konkurs;
  • Einstellung aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten;
  • zwangsweise Unterbrechung oder Einstellung infolge einer Entscheidung eines dritten Wirtschaftsakteurs oder infolge eines Ereignisses mit wirtschaftlichen Auswirkungen, das die Tätigkeit direkt und erheblich beeinflusst.
    Das Coronavirus gilt als ein Ereignis mit wirtschaftlichen Auswirkungen. Der Selbständige, der in dieser Situation das Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen möchte, muss eindeutig nachweisen, dass es einen direkten Kausalzusammenhang gibt zwischen der Coronakrise und der Unterbrechung oder Einstellung seiner selbständigen Tätigkeit. Dies soll auf der Grundlage von Belegen geschehen, die einen Umsatzrückgang, eine Verringerung der Bestellungen oder Aufträge usw. belegen. Eine bloße ehrenwörtliche Erklärung ist nicht ausreichend. Es muss sich um eine tatsächliche und vollständige Unterbrechung der selbständigen Tätigkeit handeln. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, sind nicht förderfähig. Sie müssen dies in ihrem Antrag ausführlich begründen.

Das Überbrückungsrecht muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt. Der Antrag muss vor dem Ende des zweiten Quartals nach dem Quartal der Unterbrechung eingereicht werden. Für Einstellungen und Unterbrechungen der Tätigkeit zwischen 1. April 2020 und 31. Dezember 2020 beträgt die Beantragungsfrist vier Quartale.

Einige Bedingungen sind im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. Juni 2021 gelockert.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Das Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit - in 2020

Im Rahmen der Corona-Krise wurde die Gewährung des Corona-Überbrückungsrechts infolge höherer Gewalt (3. Säule des Überbrückungsrechts) flexibler gestaltet.

In den Monaten März, April, Mai und Juni  2020 können Sie in den folgenden Situationen das vorläufige Corona-Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen:

  • Aufgrund gesundheitlicher Maßnahmen sind Sie von der Behörde verpflichtet, Ihre Tätigkeit teilweise oder vollständig zu unterbrechen. Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich. Es handelt sich hier zum Beispiel um Selbständige, die verpflichtet werden, ihr Geschäft zu schließen (wie Restaurants, Cafés und Non-Food-Läden). Dazu gehören auch Restaurants, die Mahlzeiten zum Mitnehmen anbieten oder liefern.
  • Die Behörde hat Sie hat Sie nicht verpflichtet, Ihre Tätigkeit teilweise oder vollständig zu unterbrechen, aber infolge der Corona-Krise sind Sie gezwungen, Ihre Tätigkeit infolge der Corona-Krise für einen Zeitraum von mindestens 7 Tagen zu unterbrechen. Es handelt sich z.B. um Selbständige, die ihre Tätigkeit aufgrund von Quarantäne, Rohstoffmangel oder aus verschiedenen wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen (in Verbindung mit COVID-19) unterbrechen. Selbständige, die einen Pflegeberuf ausüben, wie Physiotherapeuten, Zahnärzte und Fachärzte, gehören auch zu dieser Kategorie.

Seit Mai 2020 durften viele Selbständige ihre Tätigkeit wieder ausüben. In den Monaten Juni bis einschließlich Dezember 2020 können sich diese Selbständigen auf das neue Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme berufen. Diejenigen, die noch nicht in der Lage sind, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen, oder die ihre Tätigkeiten wiederum unterbrechen müssen, können in den Monaten Juli bis Dezember 2020 in den folgenden Situationen, jedoch unter strengeren Bedingungen, weiterhin das bestehende vorläufige Corona-Überbrückungsrecht in Anspruch nehmen:

  • Aufgrund gesundheitlicher Maßnahmen sind Sie von der Behörde (auf föderaler, regionaler, provinzialer oder lokaler Ebene) verpflichtet, Ihre selbständige Tätigkeit ganz oder teilweise zu unterbrechen. Die teilweise Unterbrechung bezieht sich nur auf das erlaubte Take-away im Horeca-Sektor, das erlaubte Click & Collect für nicht wesentliche Handelsgeschäfte und die verfrühte Schließung für Nightshops. Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich. Es handelt sich hier um diejenigen, die direkt von den von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen betroffen sind, wie zum Beispiel:
    • Restaurants (Take-away ist erlaubt), Bars und Cafés (ab Oktober 2020);
    • Handelsgeschäfte, die im November 2020 zwangsweise schließen mussten;
    • die Kontaktberufe die zwangsweise schließen müssen (ab November 2020);
    • die Wellnesscenter, einschließlich Saunen, Whirlpools, Dampfbädern und Hammams;
    • Diskotheken und Tanzlokale;
    • den Veranstaltungssektor im weiteren Sinne (Partys, Firmenveranstaltungen, Organisatoren von Hochzeitsfeiern, Vermieter von Party- und Veranstaltungsorten usw.);
    • unabhängige Künstler, die in den vom Veranstaltungs- und Kultursektor abgedeckten Bereichen tätig sind;
    • Schausteller;
    • Nachtläden;
    • Shisha-Bars;
    • ...

Diejenigen, die die Bedingungen für eine ganze oder teilweise Unterbrechung nicht erfüllen, können das Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme beantragen, wenn alle Bedingungen zur Gewährung dieses Überbrückungsrechts erfüllt sind.

  • Sie sind gezwungen, Ihre selbständige Tätigkeit ganz oder teilweise zu unterbrechen, weil Sie hauptsächlich (indikativ mindestens 60% dieser Tätigkeiten) von einer im vorstehenden Punkt genannten Tätigkeit abhängig sind. Sie haben sofort Anspruch auf die Gewährung des Überbrückungsrechts. Es ist daher keine Mindestunterbrechungsdauer erforderlich. Sie müssen dieses Abhängigkeitsverhältnis nachweisen;
  • nur in den Monaten Juli und August 2020: die Behörde hat Sie nicht verpflichtet, Ihre Tätigkeit ganz oder teilweise zu unterbrechen, und Sie sind nicht von einer solchen Tätigkeit abhängig, aber Sie sind infolge der Corona-Krise gezwungen, Ihre Tätigkeit während des betreffenden Kalendermonats für einen Zeitraum von mindestens 7 aufeinanderfolgenden Kalendertagen vollständig zu unterbrechen.

    In dieser Situation gibt es eine strengere Beweislast (nur in den Monaten Juli und August 2020). Sie müssen nachweisen, dass die Unterbrechung eine unmittelbare Folge des Coronavirus ist, da es immer noch unmöglich ist, die selbständige Tätigkeit wieder aufzunehmen. Sie müssen diesen Kausalzusammenhang anhand objektiver Elemente nachweisen, wie z.B. eines deutlichen Rückgangs der Einkünfte, der Tätigkeit (Rückgang der Reservierungen, Rückgang des Belegungsgrads, Zunahme der Stornierungen usw.), Lieferunterbrechungen, eines Rückgangs der Verkäufe oder einer Quarantänebescheinigung. Es reicht nicht aus, sich nur auf Einschränkungen infolge der Regeln der sozialen Distanzierung zu berufen. Das Bestehen des Kausalzusammenhangs wird sowohl vor der Gewährung der Leistung als auch danach überprüft.

Wenn Sie eine selbständige Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen ausüben, muss die selbständige Tätigkeit in allen Unternehmen wegen des Coronavirus unterbrochen werden. Wenn Sie verschiedene selbständige Tätigkeiten ausüben, müssen die Bedingungen für jede dieser Tätigkeiten erfüllt sein.

Wenn Sie normalerweise nur Veranstaltungen organisieren, können Sie Ihre Aktivität z.B. in die Organisation kleinerer "Events" umwandeln (Sommerkneipen, kleine Festivals, ...). Eine solche Umwandlung steht der weiteren Gewährung des Corona-Überbrückungsrechts nicht entgegen.

Als Selbständiger müssen Sie in Belgien Sozialbeiträge zahlen.

Folgende Selbständige haben Anspruch auf die volle Leistung:

  • hauptberufliche Selbständige (inkl. Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxistatus und (Primo-) Starter);
  • nebenberufliche Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der hauptberuflichen Selbständigen entsprechen;
  • hauptberufliche Selbständige, deren Tätigkeit einem Nebenberuf gleichgestellt werden kann (Art. 37 RGS), die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der hauptberuflichen Selbständigen entsprechen;
  • Student-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der hauptberuflichen Selbständigen entsprechen;
  • die Selbständigen nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur die bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag eines Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Folgende Selbständige haben Anspruch auf die Teilleistung:

  • nebenberufliche Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, berechnet auf einem Referenzeinkommen zwischen 6.996,89 Euro und 13.993,77 Euro;
  • hauptberufliche Selbständige, deren Tätigkeit einem Nebenberuf gleichgestellt werden kann (Art. 37 RGS), die vorläufige Sozialbeiträge schulden, berechnet auf einem Referenzeinkommen zwischen 6.996,89 Euro und 7.330,52 Euro;
  • Student-Selbständige, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf einem Referenzeinkommen zwischen 6.996,89 Euro und 13.993,77 Euro berechnet werden;
  • die aktiven pensionierten Selbständigen, die keinen Anspruch auf die volle Leistung haben und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die auf der Grundlage eines Referenzeinkommens von mehr als 6.996,89 Euro berechnet werden.

Achtung: Im Gegensatz zu einigen Säulen des klassischen Überbrückungsrechts, erfordert das Corona-Überbrückungsrecht keine Bescheinigung des LfA (Landesamtes für Arbeitsbeschaffung), um nachzuweisen, dass Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Das Corona-Überbrückungsrecht sieht die Zahlung des vollen Monatsbetrages, d.h.:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die Teilleistung haben, beläuft sich die Leistung auf:

  • 645,85 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 807,05 EUR pro Monat, mit Familienlast.

In den Monaten Oktober, November und Dezember 2020 wird der Betrag der Leistung verdoppelt für:

  • die Selbständigen, die direkt von den Schließungsmaßnahmen der öffentlichen Behörden (Ministerielle Erlässe vom 18. und 28. Oktober 2020 und jeder nachfolgende Ministerieller Erlass) betroffen sind und die daher gezwungen sind, ihre selbständige Tätigkeit ganz oder teilweise zu unterbrechen. Die teilweise Unterbrechung bezieht sich nur auf das erlaubte Take-away im Horeca-Sektor, das erlaubte Click & Collect für nicht wesentliche Handelsgeschäfte und die verfrühte Schließung für Nightshops; 
  • die Selbständigen, die hauptsächlich von den ersteren Selbständigen abhängig sind, aber nur unter der Bedingung, dass sie während der Zeit der Zwangsunterbrechung aufgrund der Schließungsmaßnahmen der staatlichen Behörden jegliche selbständige Tätigkeit vollständig unterbrechen. Wenn sie ihre Tätigkeit nicht vollständig unterbrechen, haben sie in jedem Fall Anspruch auf die einmalige Leistung.

Für Selbständige, die Anspruch auf die volle Leistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

  • 2.583,38 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 3.228,20 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Für Selbständige, die Anspruch auf die Teilleistung haben, beläuft sich die doppelte Leistung auf:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Unter bestimmten Bedingungen kann die Leistung mit einem anderen Ersatzeinkommen (Rente, (zeitweilige) Arbeitslosigkeit) kumuliert werden.

Achtung! Für Selbständige, die Anspruch auf die Teilleistung haben, darf die Summe dieser Teilleistung des Corona-Überbrückungsrechts und des sonstigen Ersatzeinkommens 1.614,10 EUR pro Monat nicht überschreiten. Bei Überschreitung dieses Betrags wird , wird der monatliche Betrag der Leistung des Corona-Überbrückungsrechts reduziert.

Die Leistung im Rahmen des vorläufigen Corona-Überbrückungsrechts kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen des vorläufigen Corona-Überbrückungsrechts nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Falls das Überbrückungsrecht gewährt wird, wird es für März Anfang April, für April Anfang Mai, für Mai Anfang Juni, für Juni Anfang Juli und so weiter ausgezahlt.

Sie werden weiterhin Ihre Sozialbeiträge schulden, so dass Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Zahlung dieser Beiträge haben, können Sie eine Senkung, einen Aufschub oder eine Befreiung von den Beiträgen beantragen.

Das Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Letzter Termin für die Einreichung des Antrags:

  • Für den Monat März 2020: 30. September 2020
  • Für die Monate April, Mai und Juni 2020: 31. Dezember 2020
  • Für die Monate Juli, August und September 2020: 31. März 2021
  • Für die Monate Oktober, November und Dezember 2020: 30. Juni 2021

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht bei Quarantäne oder geschlossener Klasse/Schule/Kinderkrippe - in 2020

Ab dem Monat September 2020 bis Ende des Jahres können Selbständige in den folgenden Situationen (aufgrund eines Ereignisses mit wirtschaftlichen Auswirkungen) das Überbrückungsrecht im Falle einer Zwangsunterbrechung in Anspruch nehmen:

  • Selbständige, die unter Quarantäne gestellt werden und daher ihre selbständige Tätigkeit für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage tatsächlich und vollständig unterbrechen müssen. Selbständige, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus organisieren können, haben keinen Anspruch auf diese Leistung.
    Diese Situation höherer Gewalt muss durch eine Quarantänebescheinigung nachgewiesen werden. Dabei kann es sich um eine Quarantänebescheinigung auf den eigenen Namen handeln, aber auch um eine Bescheinigung auf den Namen einer Person, die an derselben Adresse wie der Selbständige eingetragen ist.
    Achtung! Selbständige, die wissentlich und willentlich in ein Land oder Gebiet gereist sind, das sich zum Zeitpunkt der Abreise in einer roten Zone befindet, haben keinen Anspruch auf diese Leistung. Sie erfüllen die Bedingung nicht, dass es sich um eine von ihrem Willen unabhängige Situation handeln muss.
    Für Anträge im Zusammenhang mit einer Quarantäne, die sich auf einen Zeitraum bis zum 31. August 2020 bezieht, haben Selbständige Anspruch auf das Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit. Selbständige haben Anspruch auf dieses Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit, wenn sie infolge der Corona-Krise gezwungen sind, ihre Tätigkeit während des betreffenden Kalendermonats für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage vollständig zu unterbrechen.
  • Selbständige, die ihre selbständige Tätigkeit für mindestens 7 aufeinanderfolgende Kalendertage vollständig unterbrechen müssen, da sie ihr(e) Kind(er) betreuen müssen, weil die Klasse unter Quarantäne gestellt werden muss oder weil die Schule/Kinderkrippe geschlossen ist.
    Es muss sich um Kinder im Alter von höchstens 12 Jahren handeln. Wenn das Kind über 12 Jahre alt ist, muss eine spezifische und detaillierte Begründung gegeben werden, warum der Elternteil die Betreuung des Kindes übernehmen sollte.
    Diese Situation höherer Gewalt muss anhand von Belegen (Entscheidung der Schulleitung oder Entscheidung der Kinderkrippe) nachgewiesen werden.
    Für den Monat September können Eltern in solchen Fällen auch die befristete Elternbeihilfe beantragen. Diese Leistung kann jedoch nicht mit der Leistung des Überbrückungsrechts kumuliert werden.

Der Selbständige muss die Bedingungen des Überbrückungsrechts im Falle einer Zwangsunterbrechung erfüllen.

Die Familienlast und die Dauer der Unterbrechung beeinflussen den Betrag der Leistung.

Dieses Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit wegen Quarantäne muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt. Der Antrag muss vor dem Ende des zweiten Quartals nach dem Quartal der Unterbrechung eingereicht werden.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme - in 2020

Seit Mai 2020 durften viele Selbständige ihre Tätigkeit wieder ausüben. In den Monaten Juni bis einschließlich Dezember 2020 gewährt das Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme eine Leistung an Selbständige, die in der ersten Phase der COVID-19-Krise aufgrund der von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen ihre selbständige Tätigkeit unterbrechen mussten und die ihre selbständige Tätigkeit wieder aufnehmen dürfen. Selbständige, die Ihre Tätigkeit noch nicht wiederaufnehmen dürfen oder die wegen der Schließungsmaßnahmen der Behörden Ihre Tätigkeit wiederum unterbrechen müssen, können das Corona-Überbrechungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit in Anspruch nehmen.

Sie haben Anspruch auf dieses Überbrückungsrecht, wenn Sie die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie schulden als Selbständiger in Belgien Sozialbeiträge.
  • Am 3. Mai 2020 war Ihre Tätigkeit infolge der von der Behörde auferlegten Schließungsmaßnahmen noch immer verboten oder eingeschränkt. Wenn Sie in verschiedenen Unternehmen und/oder verschiedenen Sektoren tätig sind, muss Ihre Haupttätigkeit diese Bedingung erfüllen.
    Nicht als Verbote oder Einschränkungen gelten: die Regeln der sozialen Distanzierung für zugelassene Tätigkeiten, die Zugangsmodalitäten für die Supermärkte, Baumärkte ohne ausgeprägten Schwerpunkt, Gartenzentren, Baumschulen und Großhändler für Fachleute, die verbotenen Rabatte in Geschäften und Läden und die Schließzeit für Nachtläden.
    Es handelt sich u.a. um folgende Tätigkeiten (Achtung: Aufgrund der Schließungsmaßnahmen in Oktober, November und Dezember 2020 fallen viele dieser Tätigkeiten in Oktober, November und/oder Dezember 2020 wieder in den Geltungsbereich des Corona-Überbrückungsrechts bei Unterbrechung der Tätigkeit):
    • den Horeca-Sektor;
    • die Non-Food-Läden (mit Ausnahme von Heimwerkermärkten, Gartenzentren und Zeitungsläden, die schon früher wiedereröffnen durften);
    • die Märkte (sowohl die klassischen Marktstände als auch die mobilen Verkäufer von Brathähnchen und Speiseeiswagen und anderen Lebensmittelwagen);
    • die Friseure und Schönheitsspezialisten;
    • die Reisebüros mit einem Büro-/Empfangsbereich "Front-Office", die als Geschäfte (und also nicht nur online aktiv sein) betrachtet werden müssen;
    • die Busunternehmen, die hauptsächlich Personenbeförderungsdienste im Rahmen von Freizeitaktivitäten wie Gruppenausflügen und Reisen anbieten (und die also nicht hauptsächlich als Subunternehmer für regionale Busgesellschaften tätig sind).

Selbständige, deren Tätigkeiten bis mindestens 3. Mai 2020 von den gleichen direkten und unmittelbaren Auswirkungen der oben genannten Schließungsmaßnahmen betroffen waren, wie die Sektoren, die ausdrücklich geschlossen werden mussten, sind ebenfalls förderfähig.

  • Ihre Tätigkeit kann ohne andere Einschränkungen als die Regeln für soziale Distanzierung wieder aufgenommen werden. Restaurants und Kneipen, für die eine verfrühte Ladenschlusszeit gilt, erfüllen diese Bedingung. Selbständige, die sich entscheiden, ihre selbständige Tätigkeit vorerst nicht aufzunehmen, kommen ebenfalls in Betracht;
  • Sie können nachweisen, dass Ihre Tätigkeit für das zweite Quartal 2020 infolge des Coronavirus einen Umsatzverlust oder Auftragsrückgang von mindestens 10% gegenüber dem zweiten Quartal 2019 hat. Sie müssen Ihrem Antrag objektive Elemente (vorzugsweise eine Bescheinigung des Buchhalters) beifügen, die dies belegen. Bei einem Antrag für die Monate Oktober, November und Dezember 2020 handelt es sich um das dritte Quartal 2020 gegenüber dem dritten Quartal 2019. Ihre Erklärung wird danach überprüft. Halten Sie also bitte die notwendigen Belege (z.B. die Mehrwertsteuerschätzung) zur Verfügung.
  • Sie erhalten im selben Monat kein Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit. Achtung: Aufgrund der Schließungsmaßnahmen in Oktober, November und Dezember 2020 fallen viele Tätigkeiten in Oktober, November und/oder Dezember 2020 wieder in den Geltungsbereich des Corona-Überbrückungsrechts bei Unterbrechung der Tätigkeit.

Die Maßnahme gilt für die Monate Juni bis einschließlich Dezember 2020.

Einige Beispiele:

  • Bekleidungsgeschäfte durften ab dem 11. Mai 2020 wiedereröffnen und haben für die Monate Juni bis einschließlich Oktober 2020 Anspruch auf die Leistung. Infolge der Schließungsmaßnahme im November 2020 haben sie im November 2020 Anspruch auf das Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit. Im Dezember 2020 haben sie erneut Anspruch auf das Überbrückungsrecht zur Unterstützung der Wiederaufnahme;
  • Friseure durften ab dem 18. Mai 2020 neu starten und haben für die Monate Juni bis Oktober 2020 Anspruch auf die Leistung. Infolge der neuen Schließungsmaßnahme ab dem 2. November 2020 haben sie im November und Dezember Anspruch auf das Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit;
  • Restaurants durften ab dem 8. Juni 2020 neu starten und haben Anspruch auf die Leistung für die Monate Juli, August und September 2020. Im Juni haben sie noch Anspruch auf das Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit. Im Oktober, November und Dezember 2020 besteht aufgrund der von der Regierung verhängten neuen Schließungsmaßnahme ein Anspruch auf das Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit;
  • Tätigkeiten, die ab dem 1. Juli 2020 wieder aufgenommen werden dürfen, kommen in Betracht für die Leistung für die Monate Juli bis einschließlich Dezember 2020 (vorausgesetzt, es gibt keinen neuen Anspruch auf das Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit aufgrund der neuen Schließungsmaßnahmen der Behörden).

Die folgenden Selbständigen haben Anspruch auf die Leistung:

  • die Selbständigen im Hauptberuf (einschließlich Helfer, mithelfende Ehepartner im Maxi-Statut und (Primo-)Starter);
  • die Selbständigen im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • die Selbständigen im Hauptberuf, die mit einem Nebenberuf gleichgestellt sind (Art. 37 ARS) und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • die Studenten-Selbständige im Nebenberuf, die vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag der Selbständigen im Hauptberuf entsprechen;
  • die Selbständigen nach Erreichen des Pensionsalters, die keine Pension oder nur die bedingungslose Pension beziehen und vorläufige Sozialbeiträge schulden, die mindestens dem Mindestbeitrag eines Selbständigen im Hauptberuf entsprechen.

Die Leistung beträgt:

  • 1.291,69 EUR pro Monat, ohne Familienlast;
  • 1.614,10 EUR pro Monat, mit Familienlast.

Die Leistung kann mit (vorübergehender) Arbeitslosigkeit kumuliert werden. Aber Sie können die Leistung nicht mit dem Corona-Überbrückungsrecht bei Unterbrechung der Tätigkeit kumulieren.

Die Leistung kann auch von Selbständigen beantragt werden, die schon eine Leistung im Rahmen des klassischen Überbrückungsrechts für die Maximaldauer von 12 oder 24 Monaten bezogen haben. Auch wird die Dauer der Gewährung der Leistung im Rahmen des vorläufigen Corona-Überbrückungsrechts nicht auf die Höchstdauer des klassischen Überbrückungsrechts angerechnet.

Sie schulden weiterhin Ihre Sozialbeiträge, damit Sie Ihre Sozialversicherungsrechte behalten. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Beiträge zu bezahlen, können Sie eine Reduzierung Ihrer vorläufigen Beiträge, einen Zahlungsaufschub oder eine Beitragsbefreiung beantragen.

Das Überbrückungsrecht bei Wiederaufnahme der Tätigkeit muss bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragt werden, die ein Antragsformular zur Verfügung stellt.

Letzter Termin für die Einreichung des Antrags:

  • Für den Monat Juni 2020: 31. Dezember 2020
  • Für die Monate Juli, August und September 2020: 31. März 2021
  • Für die Monate Oktober, November und Dezember 2020: 30. Juni 2021

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Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse

 

Aufschub der Zahlung von Sozialbeiträgen

Alle Selbständigen, die durch die Folgen des Coronavirus mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, können, unabhängig von ihrer Beitragskategorie (Hauptberuf, Nebenberuf,…), bei ihrer Sozialversicherungskasse einen schriftlichen Antrag auf einjährigen Aufschub der Zahlung von ihren Sozialbeiträgen stellen, ohne dass Erhöhungen erhoben werden und ohne Auswirkungen auf die Sozialleistungen.

Die Maßnahme gilt für die vorläufigen Beiträge für das erste und zweite Quartal 2021 und für die Regularisierungsbeiträge für die Quartale 2018 und 2019, die am 31. März 2021 oder am 30. Juni 2021 fällig werden. Diese Beiträge dürfen noch nicht bezahlt worden sein.

Dies bedeutet, dass der Beitrag für das erste Quartal 2021 und die am 31. März 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018 und 2019 vor dem 31. März 2022 gezahlt werden müssen.
Der Beitrag für das zweite Quartal 2021 und die am 30. Juni 2021 fälligen Regularisierungsbeiträge für 2018 und 2019 müssen vor dem 30. Juni 2022 gezahlt werden.

Der Antrag für das erste Quartal 2021 muss vor dem 15. März 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden. Der Antrag für das zweite Quartal 2021 muss vor dem 15. Juni 2021 bei der Sozialversicherungskasse eingereicht werden.

De Anfrage muss mindestens die folgenden Informationen enthalten:

  • Name, Vorname und Wohnsitz der betreffenden Person;
  • Name und Sitz des Unternehmens;
  • Unternehmensnummer;
  • eine Begründung aufgrund der Schwierigkeiten, die das Coronavirus für den Antragsteller ausgelöst hat (zumindest eine klare ehrenwörtliche Erklärung).

Es handelt sich zum Beispiel um folgende Schwierigkeiten:

  • ein Selbständiger kann aufgrund von Gesundheitsmaßnahmen nicht in sein Unternehmen zurückkehren (in Quarantäne im Ausland oder in Belgien nach der Rückkehr von einer Reise);
  • ein Selbständiger ist an Symptomen des Coronavirus erkrankt;
  • die Tätigkeit des Selbständigen wird durch die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie gebremst oder beeinträchtigt (zum Beispiel Tourismussektor, Veranstaltungssektor, Horeca-Sektor, verzögerte Exporte, Mangel an Rohstoffen oder Materialien aus einem von der Epidemie stark betroffenen Land, Personalmangel, usw.);
  • eine Schließung des Handelsgeschäfts nach behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Vorsicht! Wird der betreffende Beitrag nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist vollständig bezahlt, sind die Erhöhungen für die betreffenden Quartale fällig und werden die zu Unrecht erhaltenen Leistungen zurückgefordert. 

Die Selbständigen haben auch die Möglichkeit, einen Antrag auf Beitragsbefreiung zu stellen, wenn ein Antrag auf Zahlungsaufschub gestellt wurde.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Verzicht auf Erhöhungen

In 2021

Selbständige, die ihre vorläufigen Sozialbeiträge für das erste und zweite Quartal 2021 bis zum 31. März 2021 und 31. Juni 2021 nicht bezahlt haben, werden aufgrund dieser verspäteten Zahlung keine Erhöhungen zahlen müssen. Gleiches gilt für die verspätete Zahlung von Regularisierungsbeiträgen, die im Laufe des ersten oder zweiten Quartals 2021 zu entrichten waren. Diese Erhöhungen verschwinden automatisch. Der Selbständige muss also keinen Antrag stellen.

In 2020

Selbständige, die ihre vorläufigen Sozialbeiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2020 bis zum 31. Dezember 2020 nicht bezahlt haben, werden aufgrund dieser verspäteten Zahlung keine Erhöhungen zahlen müssen. Gleiches gilt für die verspätete Zahlung von Regularisierungsbeiträgen, die im Laufe des Jahres 2020 zu entrichten waren. Diese Erhöhungen verschwinden automatisch. Der Selbständige muss also keinen Antrag stellen.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Senkung der vorläufigen Sozialversicherungsbeiträge

Selbständige, die aufgrund des Coronavirus Schwierigkeiten haben, können eine Senkung ihrer vorläufigen Sozialbeiträge für das Jahr 2021 (berechnet auf das Berufseinkommen von vor drei Jahren) beantragen, wenn ihr Berufseinkommen unter einem der gesetzlichen Schwellenwerte liegt.

Die Beiträge können reduziert werden auf maximal:

  • 719,68 EUR (ausgenommen Verwaltungskosten) für einen hauptberuflichen Selbständigen;
  • 0 EUR für einen nebenberuflichen Selbständigen, wenn das erwartete Einkommen unter 1.553,58 EUR liegt;
  • 0 EUR für einen Selbständigen aktiv nach der Pension, wenn das erwartete Einkommen unter 3.107,17 EUR liegt.

Vorsicht! Ist das tatsächliche Berufseinkommen für das Jahr 2021 dennoch höher als der Betrag, auf den die reduzierten vorläufigen Beiträge gezahlt wurden, dann werden bei der Endabrechnung nicht nur ein Zuschlag, sondern auch Erhöhungen erhoben.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen

Selbständige im Hauptberuf und mithelfende Ehepartner (einschließlich Starter), die nicht in der Lage sind, ihre Sozialbeiträge zu zahlen, können einen vereinfachten Antrag auf Befreiung der folgenden Beiträge einreichen:

  • die vorläufigen Beiträge für das erste, zweite, dritte und vierte Quartal 2020;
  • die vorläufigen Beiträge für das erste und zweite Quartal 2021;
  • die Regularisierunsgsbeiträge für die Quartale 2018 und 2019, die im Laufe des Jahres 2020 fällig wurden
  • die Regularisierunsgsbeiträge für die Quartale 2018 und 2019, die am 31. März 2021 und 30. Juni 2021 fällig werden.

Der Antrag muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Ende jedes betroffenen Quartals eingereicht werden. Einen Antrag auf Befreiung können Sie erst dann einreichen, wenn Sie die Abrechnung für die betroffenen Beiträge erhalten haben. Wenn Sie einen Antrag für das erste und zweite Quartal 2021 stellen möchten, ist es ratsam zu warten, bis Sie die Abrechnung des Beitrags für das zweite Quartal 2021 erhalten haben, und dann einen Gesamtantrag für diese beiden Quartale einzureichen. Aber Vorsicht, Ihr Antrag muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Ende jedes betroffenen Quartals eingereicht werden.

Wenn Sie schon einen Antrag auf Zahlungsaufschub eingereicht haben, können Sie auch noch die Beitragsbefreiung beantragen.

Achtung! Sie erwerben keine Pensionsansprüche für Quartale, für die Sie eine Beitragsbefreiung erhalten. Sie können diese Quartale aber später noch regularisieren (durch Zahlung einer Prämie), so dass sie weiterhin mit in die Pensionsberechnung aufgenommen werden. Sie haben fünf Jahre Zeit, um dies zu tun.

Ihren Antrag können Sie direkt über Ihre Sozialversicherungskasse oder online einreichen. Es gibt ein vereinfachtes Antragsformular, das Sie bei Ihrer Sozialversicherungskasse beantragen können.

Achtung! Haben Sie Ihre Beitragsbefreiung online beantragt? Dann sollten Sie dies auch an mailbox-dvr@rsvz-inasti.fgov.be melden, um die Verarbeitung Ihrer Akte zu beschleunigen.

Weitere Infos?

Verzicht auf Erhöhungen (Artikel 48 RGS)

E-Mail: mailbox-rek@rsvz-inasti.fgov.be.

Befreiung von Beiträgen

E-Mail: mailbox-dvr@rsvz-inasti.fgov.be.

Oder wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Zahlungsplan

Selbständige, die für die vorläufigen Beiträge von 2020 und die Regularisierungsbeiträge von 2018, die im Laufe des Jahres 2020 zu entrichten waren, einen einjährigen Zahlungsaufschub erhalten haben und die auch in 2021 nicht in der Lage sind, diese Beiträge zu zahlen, können bei ihrer Sozialversicherungskasse einen Zahlungsplan beantragen.

Wenn der Zahlungsplan eingehalten wird, gibt es keine negativen Auswirkungen auf die Sozialleistungen des betreffenden Selbständigen.

Der Zahlungsplan verhindert nicht, dass Erhöhungen für verspätete Zahlung erhoben werden, aber der Selbständige kann über seine Sozialversicherungskasse beantragen, dass die mit diesem Zahlungsplan verbundenen Erhöhungen erlassen werden.

Weitere Infos?

Wenden Sie sich an Ihre Sozialversicherungskasse.

 

Krankheit und Arbeitsunfähigkeit

Die Gesundheitsleistungen für Selbständige und ihre Familien werden von der Krankenkasse rückerstattet.

Selbständige, die mindestens 8 Tage lang arbeitsunfähig sind, haben vom ersten Tag an Anspruch auf eine Arbeitsunfähigkeitsentschädigung, die von der Krankenkasse gezahlt wird.

Vom 1. März 2020 bis zum 31. März 2021 erhalten folgende arbeitsunfähige Selbständige von ihrer Krankenkasse eine zusätzliche Krisenleistung, so dass der tägliche Gesamtbetrag des Ersatzeinkommens aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit dem in Arbeitstagen ausgedrückten monatlichen Betrag der finanziellen Leistung des befristeten Corona-Überbrückungsrechts entspricht (49,68 EUR pro Tag):

  • die Selbständigen im Hauptberuf (oder mit diesen gleichzusetzen) und die mithelfenden Ehepartner, die frühestens ab dem 1. März 2020 für mindestens 8 Kalendertage als arbeitsunfähig in der Eigenschaft als zusammenwohnende(r) Berechtigte anerkannt sind;
  • die Selbständigen und die mithelfenden Ehepartner, die als arbeitsunfähig in der Eigenschaft als zusammenwohnende(r) Berechtigte anerkannt sind und die ihre Tätigkeit mit Genehmigung des Vertrauensarztes frühestens ab dem 1. März 2020 für mindestens sieben aufeinanderfolgende Kalendertage einstellen müssen.

In bestimmten Fällen können sie die Befreiung von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen während der Dauer der Krankheit beantragen ("Assimilation bei Krankheit").

 

Nützliche Links

Brauchen Sie als Selbständige(r) moralische Unterstützung in dieser schwierigen Zeit?

Weitere Informationen zur Unterstützung finden Sie hier:

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie unter: